42. Saison der Brugger Abendrennen gestartet:
Mit Franco Marvulli gleich ein prominenter Sieger
Der Auftakt zur 42. Saison der Brugger Abendrennen hätte besser nicht sein können. Mit Franco Marvulli, dem Sieger des Zürcher Sechstagerennens und ehemaligem Weltmeister in den Disziplinen Americaine und Scratch, brachte gleich das erste von zwölf Rennen der neuen Saison einen prominenten Sieger.
Bei zwar kühler, jedoch trockener Witterung starteten 40 Rennfahrer zum Hauptrennen. An ein Einfahren war bei der über 50 Runden führenden Hauptprüfung nicht zu denken. Nach fünf Runden stand bereits die erste grosse Wertung an, die eine Beute des Fricktaler Lukas Rohner (Gansingen) wurde. Ab der siebten Runde nahm Franco Marvulli das Szepter in die Hand und stellte unter Beweis, dass er nicht nur aus Plausch nach Brugg gekommen war: Ich will mich für die Olympischen Spiele in Peking optimal vorbereiten. Ich habe gemerkt, dass mir da einige Strassenrennen und Kriterien gut tun. Vor allem dann, wenn sie über etwas mehr wie eine Stunde gehen, wie die Brugger Abendrennen.
Und da der Stadtzürcher in Brugg, wo er in den nächsten Wochen gleich noch mehrere Male dabei sein will, nur einen Trainingseffekt sieht, wenn er aktiv fährt, liess er nach dem ersten Vorstoss nicht mehr locker. Er erhielt an der Spitze zwar von sechs weiteren Fahrern Unterstützung. Aber Marvulli war in dieser Spitzengruppe, die einen konstanten Vorsprung von 30 Sekunden über die Distanz rettete, die treibende Kraft. Und auch in den Sprints versuchte Marvulli immer wieder vorne dabei zu sein. Drei grosse Sprints gewann Marvulli, zweimal wurde er Zweiter. Dies genügte, um das mit 44,93 km/h für den Auftakt und angesichts der kühlen Witterung schnelle Rennen klar für sich zu entscheiden. Marvulli. Marvulli, der bereits vor zwei Jahren das Auftaktsrennen im Brugger Schachen gewonnen hatte, schwang mit 17 Punkten Vorsprung vor dem unverwüstlichen Ruedi Keller (Gippingen) und dem Fricktaler Ivan Boutellier (Gansingen), der letzte Saison noch viermal bei den Junioren gewonnen hatte, obenaus. Boutellier war damit der beste von vier Fahrern der Sportgruppe Pansan-Silverred. Obwohl in der Spitze in der Übermacht, mussten sie die Überlegenheit der beiden Routiniers Marvulli und Keller akzeptieren.
Beim Nachwuchs gab es ebenfalls den Sieg eines Stadtzürcher Fahrers. Der Junior Dominik Stucki schwang obenaus und vermochte damit an die Erfolge der letzten Saison anzuknüpfen, als er dreimal das Nachwuchsrennen sowie die Saisonwertung gewann. Dass die Nachwuchsfahrer des RV Zürich regelmässig in den Brugger Schachen kommen und so die Jüngsten aus den Aargauer Hochburgen Gansingen und Sulz herausfordern hat auch viel damit zu tun, dass sich der im Zurzibiet lebende einstige Sprint-Schweizermeister René Baumann den Stadtzürchern angenommen hat.
Bei den Schülern kamen Sven Jappert (Gansingen) und Johan Jacobs (Steinmaur) zu den ersten Siegen.
(awi)
Ergebnisse 1. Brugger Abendrennen 21.5.08:
Elite, Amateure, U-23: 1. Franco Marvulli (Zürich) 48 km in 1:04:06 (44,93 km/h), 56 Punkte, 2. Ruedi Keller (Gippingen) 39, 3. Ivan Boutellier (Gansingen) 34, 4. Reto Streda (Muhen) 29, 5. Moreno Angst (Muhen) 22, 6. Arno Wernle (Brugg) 7, 8. 30 Sekunden zurück: Manuel Schmid (Brugg) 17, 8. Reto Meier (Würenlingen) 7, 9. Lukas Kalt (Kleindöttingen) 6, 10. Lukas Rohner (Gansingen) 5.
Junioren, Anfänger, Frauen: 1. Dominik Stucki (Zürich) 17,28 km in 24:02 (43,14 km/h), 23 Punkte, 2. Lukas Bucher (Gansingen/1. Anfänger) 16, 3. Dominik Fuchs (Zürich) 15, 4. Peter Erdin (Gansingen) 14, 5. Tino Eicher (Zürich) 8, 6. Christian Andres (Bad Zurzach) 7. Ferner: 11. Fabienne Sommer (Sulz/1. Frau) 3.
Schüler: Jahrgänge 1994 und 95: 1. Sven Jappert (Gansingen) 9,6 km in 16:37 (34,664 km/h), 20 Punkte, 2. Jan Hofer (Sulz) 17, 3. Adrian Schraner (Sulz) 16, 4. Antonia Schraner (Sulz/1. Mädchen) 5, 5. Simon Brühlmann (Zürich) 2, 6. Dominic Nersessian (Sulz).
Jahrgänge 1995 und jünger: 1. Johan Jacobs (Steinmaur) 5,76 km in 10:07 (34,161 km/h), 16 Punke, 2. Ivo Schmid (Sulz) 8, 3. Michael Schraner (Sulz) 7, 4. Cyrill Steinacher (Sulz) 3, 5. Daria Hofer (Sulz/1. Mädchen) 2, 6. Valentin Schraner (Sulz).