7. Brugger Abendrennen:
Die
Brugger Abendrennen stehen in der 35. Saison. Gleichwohl gibt es bei diesen
nach wie vor beliebten Trainingsprüfungen der Radsportler immer wieder
Premieren. Wie am Mittwoch, als der 19jährige Denis Jablonsky für den ersten
Sieg eines Fahrers aus der Ukraine sorgte.
Durch Vermittlung von Marco
Wieser (Hunzenschwil), der einer der Hauptverantwortlichen des Teams
„Atzmännig-Bianchi“ mit dem Aargauer Alexander Aeschbach (Dürrenäsch) als
Spitzenfahrer ist, war der Ukrainer Denis Jablonsky in die Schweiz gekommen. In
der Schweiz angekommen war der letztjährige Junioren-Landesmeister aus Kiew
zwar erst am letzten Freitag. Im über 60 Runden führenden Brugger
Abendrennrennen vom Mittwoch liess er sich davon allerdings nichts anmerken.
Als bei Rennhälfte die nur noch im Brugger Schachen mitfahrenden ehemaligen
Spitzenfahrer Josef Christen und Reto Matt nach Punkten in Front lagen, packte
Jablonski der Ehrgeiz der Jugend. Er gehörte einer Viererspitze an, die
zwischen der 35. und 50. Runde in Front lag. In dieser Phase holte sich
Jablonski dreimal in Serie den Sieg in der grossen Wertung. Damit vermochte
sich Jablonsky nach Punkten an die Spitze zu setzen und schien den Sieg auf
sicher zu haben. In der Endphase wurde der Ukrainer, der während zwei Monaten
in der Schweiz bleiben und möglichst viele Rennen bestreiten möchte, plötzlich
noch stark vom unverwüstlichen und sehr animiert fahrenden Gusti Zollinger
bedrängt. Zollinger, der amtierende Schweizermeister der über 50jährigen
Radsportler, hatte ebenfalls der entscheidenden Spitze angehört. Er versuchte
in den letzten Runden mit einem erneuten Vorstoss noch die entscheidenen 30
Sekunden Vorsprung herauszufahren und so dem Ukrainer den Sieg noch
wegzuschnappen. Obwohl Jablonsky in der Endphase die Rennübersicht verloren
gegangen war, konnte er letztendlich den Rückstand auf 28 Sekunden limitieren
und sich damit den Sieg sichern. „Der Sieg freut mich, auch wenn ich am Schluss
noch darum zittern musste. Nachdem ich am Sonntag in Ruggell gestartet war, war
dies erst mein zweiter Start ausserhalb meiner Heimat. Das mein Schweizer
Aufenthalt so gut beginnen würde, hatte ich selber nicht gedacht“ kommentierte
Jablonsky den Rennausgang in einem guten Italienisch. Für den jungen Ukrainer
ist klar: Wer im Radsport weiterkommen will, muss nicht nur schell fahren,
sondern auch italienisch sprechen können.
(awi)
Mittwoch, 11. Juli 2001
Hauptkategorie
(Elite/Amateure/U-23/Masters): 1.
Denis Jablonsky (Ukr) 57,6 km in 1:17:01 (44,873 km/h), 53 Punkte, 2. Gusti
Zollinger (Gippingen) 34, 3. Sepp Christen (Gippingen) 33, 4. Reto Matt (BRD) 32, 5. Arno Wernle (Brugg) 23, 6. Peter Müller (Steinmaur)
13, 7. David
D’Acquisto (Muhen) 11, 8. Lee Mazzoleni (Cham) 11, 9. Clemens Grobert (BRD) 7, 10. Philipp Egle (BRD) 7,
11. Raffael Schmid (Gebenstorf) 7.
Junioren/Anfänger/Frauen:
1. Manukai Schneider (Gansingen)
17,28 km in 24:23 (42,521 km/h), 17 Punkte, 2. Daniel Mauch (Pfaffnau) 14, 3.
Patrick Müller (Gränichen) 10, 4. Martin Müller (Steinmaur) 8, 5. Mathias
Rohner (Gränichen) 7, 6. Michel Winter (Gansingen) 7. Ferner: 15. Nathalya
Juhanyuk (Brugg/1. Frau), 18. Andrea Hug (Gansingen/2. Frau).
Schüler: Jahrgänge 1987
und 88: 1. Lukas Kalt (Leibstadt)
9,6 km in 15:33 (37,042 km/h), 24 Punkte, 2. Rolf Rüegger (Sulz) 11, 3. Nico
Schneider (Sulz) 9, 4. Tobias Binna (Niederweningen) 5, 5. Patric Stutz (Brugg)
4, 6. Fabian Vögtli (Gansingen) 4.
Jahrgänge 1989 und
jünger: 1. Ivan Boutellier
(Gansingen) 5,76 km in 9:46 (35,386 km/h), 11 Punkte, 2. Severin Sägesser
(Gränichen) 6, 3. Daniel Erne (Leibstadt) 5, 4. Marc Stefani (Sulz) 3, 5. Lee-Roy Schneider (Gansingen) 3, 6. Michael Erdin
(Gansingen) 3.