400.
Brugger Abendrennen:
Mit dem Sieg des auch als Steher bekannten Ruedi Keller (Gippingen) ging am Mittwoch das 400. Brugger Abendrennen zu Ende. Der Sieg in diesem Jubiläumsrennen war hart umkämpft. Das Jubiläumsrennen konnte nicht nur bei geradezu idealen Bedingungen, sondern auch vor einer beachtlichen Zuschauerkulisse ausgetragen werden. In dem von 40 Fahrern bestrittenen Hauptrennen war es die Gippinger Sportgruppe „Kewa-Rad“, die dem über 50 Runden führenden Rennen den Stempel aufdrückte. Die Gippinger, die am Wochenende bereits am 24-Stunden-Rennen von Schötz mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung aufgewartet hatten, brillierten im Schachen erneut als Team. In der Anfangsphase war es René Bächli, der Sieger des zweiten Abendrennens, der für die Gippinger Sportgruppe punktete. Als sich bei Rennhälfte sechs Fahrer aus dem Staube machten, waren die Gippinger mit Markus Joho, Ruedi Keller und Christian Weber gleich zu dritt vorne vertreten. Gegen dieses Trio kamen die restlichen drei Flüchtlinge Sepp Christen, Christian Eminger und Urs Hausherr nicht an. Von den vorne liegenden Gippingern schälte sich Routinier Ruedi Keller, der zwischen 1996 und 2001 bereits viermal im Brugger Schachen gewonnen hatte, als der beste Punktesammler heraus. Mit 53 Punkten fuhr Keller einen klaren Sieger heraus. Er lag am Schluss 20 Punkte vor seinem Mannschaftsgefährten Christian Weber und rund 30 Punkte vor Ex-Schweizermeister Sepp Christen.
Da der sonst spurtstarke Christian Eminger rasch einsah, dass gegen die Gippinger Dominanz im Jubiläumsrennen kein Ankommen war, beschränkte sich der in Basel lebende Oesterreicher auf das Gewinnen von Prämien. Und da diese am Jubiläumsabend reichlich flossen, konnte sich Eminger letztendlich damit trösten, derjenige Fahrer gewesen zu sein, der am Mittwochabend am meisten Bares mit nach Hause nahm.
In einem Einlagerennen gingen etliche der
früheren Sieger wieder an den Start. So konnte das Publikum unter anderm
Wiedersehen feiern mit Rekordsieger Roland Salm (34 Siege) und mit Walter Bäni.
Bäni hatte als mehrfacher Schweizermeister auf den Bahn-Kurzstrecken im Jahre
1976 im Brugger Schachen für den km eine Zeit von 1:11 benötigt. Diese
Rekordmarke hat über das Jubiläumsrennen hinaus weiterhin Bestand. Philipp
Kessler (Wallbach) und Renato Nüesch (Ehrendingen) versuchten am Jubiläums-Abend
vergeblich, die Rekordmarke zu verbessern. Sie blieben anderthalb Sekunden und
mehr über der Rekordmarke von Bäni. (awi)
Resultate 400. Brugger Abendrennen 7.
August 2002:
Elite,
Amateure, U-23: 1.
Ruedi Keller (Gippingen) 48 km in 1:02:39 (45,97 km/h), 53 Punkte, 2. Christian
Weber (Spreitenbach) 33, 3. Sepp Christen (Gippingen) 24, 4. Christian Eminger
(Basel) 21, 5. Markus
Joho (Gippingen) 16, 6. Peter
Oeschger (Gansingen) 15, 7. Reto
Leupp (Gippingen) 14, 8. Urs
Hausherr (Baar) 7, 9. René Bächli (Ehrendingen) 5, 10. Arno Wernle (Brugg) 5.
Junioren,
Anfänger, Frauen: 1.
Adrian Meyer (Brugg) 17,28 km in 24:10 (42,902 km/h), 19 Punkte, 2. Sascha
Reichmuth (Pratteln) 18, 3. René
Lagler (Sulz) 17, 4. Simon
Boutellier (Gansingen) 10, 5. Lukas Schäfer (Waldshut) 6, 6. Marc Gerlacher
(Sulz) 6.
Schüler:
Jahrgänge 1988 und 89: 1.
Markus Jehle (Sulz) 9,6 km in 15:14 (37,812 km/h), 17 Punkte, 2. Ivan Boutellier
(Gansingen) 16, 3. Rolf Rüegger (Sulz) 6, 4. Luca Conrad (Seon) 5, 5. Marc
Stefani (Sulz) 5, 6. Mirco Saggiorato (Ehrendingen) 4.
Jahrgänge
1990 und jünger: 1.
Victoria Schraner (Sulz/1. Mädchen) 5,76 km in 09:54 (34,909 km/h), 2. Philipp
Herpes (Sulz) 7, 3. Astrit Zymeri (Sulz) 5, 4. Reto Jappert (Gansingen) 5, 5.
Kevin Boutellier (Gansingen) 3, 6. Thomas Schnorf (Brugg) 3.
Rollstuhlfahrer:
1. Guido Müller
(Unterkulm) 9,6 km in 22:00 (26,181 km/h), 2. Hansruedi Bobst (Aedermansdorf),
3. Hugo Müller (Kriens), 4. Beat Bösch (Grosswangen), 5. Hansruedi Fitze (Zürich).
Ehemalige/Prominente:
1. Stefan
Schenkel/Paul Fischer (Brugg), 2. Urs Güller/Max Keller (Schwaderloch), 3. Dani
Hirs/Melchior Ehrler (Neuenhof/Riniken), 4. Hansruedi Keller/Walter Leiser
(Aarau), 5. Ralf Wernle/Adrian Schoch (Brugg), 6. Oliver Senn/Hanspeter
Scheiwiler (Gansingen), 7. Roland Salm/Marcel Iseli (Riniken/Zurzach), 8. Sepp
Christen/Jean-Pierre Hämmerli (Gippingen), 9. Christian Eminger/Jürgen Sahli
(Basel), 10. Mich Themann/Urs Schmassmann (Brütten), 11. Walter Bäni/André
Keller (Davos/Brugg).