Am 13. Juli siebtes Brugger Abendrennen:

Diesmal sind die Militärradfahrer dabei


Am Mittwoch, den 13. Juli steht das siebte Abendrennen der laufenden Saison auf dem Programm. Diese Prüfung ist wieder ein Rennen mit einem Einlage-Wettbewerb. Und zwar sind es die Militärradfahrer, die diesmal eine Startgelegenheit erhalten.
Ein böses Sprichwort sagt, dass Totgesagte länger leben. Diese Aussage könnte man auf die Militärradfahrer ummünzen. Militärisch sind sie in der Bedeutungslosigkeit verschwunden. Obwohl mit Ueli Maurer ein ehemaliger Militärradfahrer an der Spitze des Militär-Departements steht, wurden die Militärradfahrer vor ziemlich genau einem Jahrzehnt ausgemustert. Ueli Maurer kann sich immerhin damit verteidigen, dass er damals noch nicht im Bundesrat war und er deshalb mit dieser Ausmusterung nichts zu tun hatte. Ob er das militärische „Aus“ hätte verhindern können, steht allerdings auf einem andern Blatt. Verschwunden sind die Militärradfahrer deswegen allerdings nicht. Als ob man das Gewissen beruhigen möchte, erhalten sie im sportlichen Bereich so viele Startgelegenheiten und so viele Beachtung wie in den besten Zeiten. Ohne zu übertreiben kann man sagen, dass sie umso mehr Startgelegenheiten bekommen, je weniger sie militärisch von Bedeutung sind. Ob bei den Gippinger Radsporttagen, an der Berner Rundfahrt, auf der Rennbahn in Zürich-Oerlikon oder beim Fricktalischen Mannschaftsfahren in Sulz vom kommenden Sonntag, 10. Juli: Ueberall erhalten die Militärradfahrer Startgelegenheiten. Am 20. August findet in Rütihof-Baden gar eine Waffenläufer- und Militärradfahrer-Stafette, die als Schweizermeisterschaft zählt, statt. Da überrascht es nicht, dass die Militärradfahrer in jeder Saison mindestens auch einmal an einem Brugger Abendrennen auch mit von der Partie sind. Dies ist nun am 13. Juli im Rahmen des siebten Abendrennens der Fall. Mit Start um 20.30 Uhr absolvieren sie ein Rennen über 25 Minuten und drei Runden. Es ist anzunehmen, dass dieser Einlage-Wettbewerb wiederum eine hartumkämpfte Sache sein wird. Der Sieg dürfte allerdings einmal mehr über Peter Kohler (Döttingen) führen. Der Zurzibieter hat in den vergangenen drei Jahren das Militärradrennen gleich dreimal gewonnen. Er möchte sich nur allzu gerne zum vierten Male in Serie ins Siegerbuch eintragen. Allerdings wird er auf eine starke Gegnerschaft treffen, die ihm den Sieg streitig macht.
Nebst den Militärradfahrern kommen auch die „zivilen“ Radsportler am 13. Juli zum Einsatz. Los geht es wie gewohnt um 18 Uhr mit den Schülerrennen. Um 18.30 Uhr kommen die Junioren und Anfänger, bei denen auch die Frauen mitfahren, zum Zuge. Und kurz nach 19 Uhr wird zum Hauptrennen der Elite, Amateure, U-23 und Senioren gestartet. Normalerweise machen die Teilnehmer des Hauptrennens den Schluss des jeweiligen Rennabends. Wegen des Militärradrennens sind sie für einmal nicht die Letzten. Diese „Ehre“ kommt diesmal den „Feldgrünen“, die am Abendrennen allerdings nicht im Militärtenü starten, zu.
(awi)

Das letztjährige Militärradrennen wurde von Peter Kohler (Mitte mit Sohn) vor Marco Ghilemetti (links) und Guido Karlen gewonnen. Schafft Kohler den vierten Sieg in Serie?

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